Schon wieder Millionär


Ich bin doch ein Glückspilz. Zum wiederholten Mal habe ich in der britischen und in der australischen Lotterie Millionenbeträge gewonnen, ohne dass ich da mitgespielt oder mich da angemeldet hätte. Aber die sind so nett und benachrichtigen einen ja immer sofort per Mail. Leider haben diese Lotterien angeblich Millionen auszuschütten aber tatsächlich noch nicht einmal Geld für einen richtigen Übersetzer.

Solche Texte sind schon ein Ärgernis:

Lieber Sieger,

 Wir möchten Sie auf Ihre E-Mail Erfolg gratulieren in unserem Computer

stimmen. Das Förderprogramm wird auf die Förderung Internet ausgerichtet Anwender, weltweit zu unserem nationalen, Thunder Ball und Euro Millions spielen Lotterie von Text zu zeichnen. Es wird von der National, Thunder Ball gesponsert und Euro Millions Lotterie-Unternehmen hier in Großbritannien. Ihre E-Mail-Adresse wurde auf Ticket / Chargennummer 9-28-36-41-49 angebracht, das zog die glücklichen Zahlen: 5 und 7, ein Sechser im Lotto von Ј 1000,000,00. (Eine Million britische Pfund).

Kontaktieren Sie unsere Transfer-Institut in London sofort, um Gewinne einzufordern. Darauf hingewiesen, dass, sobald Sie die unten genannten Abteilung zu kontaktieren,sie werden Sie die letzten Transfer-Verfahren, so dass Sie sicher sein können der Lage, Ihre Preisgelder erhalten.

 Abteilung Name: Mio. Euro Transfer-Abteilung.

 Abteilung E-Mail-Adresse: e.department_transfer@europe.com

 Ansprechpartner: Herr David Cliff Head der Überweisung Abteilung.

 Geben Sie diese Informationen für die Behauptung.

 (1) Wohnadresse:

(2) Tel. (Mobil):

(3) Nationalität / Land:

{4} Vorname und Nachname:

{5} Beruf:

{6} Alter:

{7} Geschlecht:

 Hinweis: Alle Gewinne MÜSSEN in 2 Wochen sonst werden alle Gewinne in Anspruch genommen werden wird uns als nicht beanspruchten Mittel zurückgegeben werden.

 Mit freundlichen Grüßen

Euro Millions

(Lotterie-Koordinator)

Wer so schlecht übersetzt, dem antworte ich doch erst gar nicht. Aber sicher kennen diese Leute auch meine Kontonummer, wenn sie schon meine Mail-Adresse kennen. Dann werden sie sicher bald sie vielen Millionen, die sie mir angekündigt haben, überweisen.

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Alles auf Anfang


Umweltminister Röttgen hat nun endlich seinen Fahrplan für die Suche nach einem der Öffentlichkeit verkaufbaren geeigneten Endlager für den Atommüll skizziert.

Der bisher vorgesehene Endlagerstandort für Atommüll in Gorleben wird nicht weiter ausgebaut. Ob Gorleben weiterhin als Endlager für fast 30.000 Tonnen an hoch radioaktivem Müll infrage kommt, ist jedoch noch ungeklärt. „Als Vergleichsstandort bleibt Gorleben erhalten.“ sagte Röttgen. Bis Mitte 2012 will er ein Gesetz über alle zu klärenden Fragen erarbeitet haben. Bis Mitte 2014 sollen die Regionen festgelegt werden, in denen Erkundungen durchgeführt werden. Ab Ende 2014 wird oberirdisch nach einem Standort gesucht und ab Ende 2019 mit unterirdischen Erkundungen begonnen. Danach kann ein so gefundenes Endlager genehmigt und gebaut werden.

Das heißt doch nichts anderes, als dass mit der Suche nach einem Endlagerstandort jetzt wieder bei Null angefangen wird. Weiterlesen

Risikogesellschaft


Kürzlich habe ich einen Artikel gelesen, der mich über Risiken nachdenken ließ.
Gesellschaften befinden sich in einem ständigen Wandel. Und zum Wandel gehören Risiken zwingend dazu. Wer eine Entscheidung fällt, weiß nicht, ob es genauso ausgeht, wie er sich das vorgestellt hat. Das Risiko, dass es anders kommt, wohnt jeder Entscheidung inne. Das gilt im Persönlichen ebenso, wie in der „großen“ Politik.
Das Zitat, dass „In der Moderne (…) die gesellschaftliche Produktion von Reichtum systematisch einher[gehe] mit der gesellschaftlichen Produktion von Risiken“, trifft eben nicht nur auf die Moderne zu, sondern auf jedwede Gesellschaft. Beleg dafür sind die untergegangenen Großreiche der Antike ebenso, wie die untergegangenen sozialistischen Gesellschaften der Neuzeit.
Der Unterschied in der Moderne ist wohl, dass Risiken entstanden sind, die globale Auswirkungen haben können. Der massenhafte Einsatz von Pestiziden verseucht nicht nur den Boden in den Entwicklungs- und Schwellenländern, er macht auch die Verbraucher in den Industriestaaten krank. Die massenhafte Kreditvergabe an arme Schlucker in den USA führte auch dazu, dass Rentner in Deutschland ihr Erspartes verloren haben. Das heisst, Risiken, die an einem Ende der Welt eingegangen werden, können existentielle Bedrohungen für Menschen darstellen, die zigtausende Kilometer entfernt leben und mit der ursprünglichen Entscheidung gar nichts zu tun haben. Das heisst aber auch, dass der Verursacher eines Risikos oft persönlich nicht mehr von den Folgen betroffen ist.
Diese Globalisierung der Risiken und die Entkopplung von Risikoverursacher und Risikoträger sind wohl auch ein Grund für das Entstehen der „Occupy-Bewegubg“. So inhomogen wie die globalen Risiken sind die Interessen derjenigen, die sich dagegen auflehnen. Einziger gemeinsamer Beweggrund ist die persönliche Betroffenheit. Dieser persönlichen Betroffenheit müssten sich viel mehr Menschen bewusst werden und erkennen, dass die wirkliche Macht für Veränderungen von der Masse der Menschen ausgeht.