Zivilcourage gegen rechts


Nachdem in der S-Bahn von Wuppertal nach Düsseldorf ein Mann von jungen Rechtsextremisten angepöbelt und geschlagen worden war, stellten sich zwei couragierte Mitreisende vor das Opfer, so dass die Angreifer von ihm abliessen und die Bahn unerkannt verließen.

Diese Nachricht kommt, wenn überhaupt, irgendwo versteckt in den Lokalnachrichten. Dabei müsste sie auf jeder Titelseite in großen Lettern abgedruckt werden. Als ein Beispiel, dass man nicht wegsehen soll, wenn Andere in Bedrängnis geraten. Man sollte, wo immer man kann, dem rechten Mob Paroli bieten. Es ist nicht jedermann’s Sache eine körperliche Auseinandersetzung zu riskieren. Doch man kann auch im Alltag oft genug den manchmal auch unüberlegt geäußerten rechten Parolen mit Worten und Argumenten entgegentreten. Es mag nicht so ganz einfach sein, sich daran zu gewöhnen, es mag ermüdend sein, immer die gleichen Argumente widerlegen zu müssen. Aber ist es nicht ungleich schlimmer, diese rechte Gesinnung immer tiefer in unsere Gesellschaft einsickern zu lassen?

Streit um „Der Weg ins Paradies“


Wenn bei Politikern gar nichts mehr geht, kann man immer noch das Fernsehen kritisieren. So wie die FDP-Politiker Burkhardt Müller-Sönksen (medienpolitischer Sprecher der Liberalen im Bundestag) und der CSU Innenpolitiker Stephan Mayer es jetzt tun. Sie haben sich, wie so viele am Sonntag, den Tatort angesehen und doch tatsächlich ein Haar in der Suppe gefunden. Da gab es kurze Szenen, die eine Zusammenarbeit vom BND mit syrischen Geheimdiensten zeigen. Empörend, finden die Politiker. Weiterlesen

70 Castortransporte durch NRW


Bald werden wohl wöchentlich Castortransporte über Autobahnen in NRW rollen. Weil das Zwischenlager in Jülich 2013 siene Zulassung verliert, sollen die dort gelagerten Brennelemente nach Ahaus überführt werden.

Anstatt ein neues Zwischenlager in Jülich errichten zu lassen, nimmt Umweltminister Röttgen die Gefahren der mehr als 70 Transporte über die Straßen in Kauf. Damit hat sich der Bund, der die Mehrheit im Aufsichtsrat des Jülicher Kernforschungszentrums hat, über die Bedenken der NRW-Landesregierung hinweggesetzt. Zurzeit lagern 152 Castorbehälter im Zwischenlager in Jülich. Diese sollen mit Schwerlasttransportern über die Autobahn nach Ahaus gebracht werden. Da immer nur zwei Behälter auf einmal transportiert werden können, bedeutet dies etwa einen Transport pro Woche. Atomkraftgegner kritisieren den Transport und bezweifeln, dass die Lagerung in Ahaus sicherer ist. Da inzwischen schon einige Gruppen Widerstand gegen die Transporte angekündigt haben, ist davon auszugehen, dass diese Transporte nicht ohne Störungen vonstatten gehen. „Freuen“ wir uns also auf etwa 18 Monate Castor-Festspiele in NRW.