Israel loves Iran


Aus Israel hört man in letzter Zeit nur dauerndes lautes Säbelrasseln. Ständig hört man neue Kriegsdrohungen gegen den Iran.

Dass nicht alle Israelis diese martialische Kraftmeierei mitmachen oder gutheißen, zeigt der israelische Grafiker Ronny Edry mit seiner Website „Israel loves Iran“. Seine Idee entwickelt sich zu einer großen Bewegung in den sozialen Netzwerken. Allein bei Facebook gibt es bis heute (22.03.2012) mehr als 13.000 Unterstützer. Immer mehr Menschen fotografieren sich mit den Slogan und senden diese Bilder an Ronny Edrys Seite.

Die Antwort aus dem Iran ließ nicht lange auf sich warten: „Israelis, wir werden euch niemals hassen.“ Auch dort fotografieren sich Menschen mit der Botschaft, um ihre Verbundenheit mit den Israelis zu dokumentieren.

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„Zeit“ deaktiviert Social-Media


Es nützt also doch was, wenn man auf den Datenschutz pocht.

Die „Zeit“ hat reagiert und standardmäßig alle Social-Media-Dienste auf ihren Seiten deaktiviert. Wer nicht bei Facebook und Co. gemeldet ist, kann auf den Seiten der „Zeit“ keine Empfehlungen mehr von Facebook sehen und die „Gefällt mir“ Buttons der Social-Media-Dienste nicht anklicken. Dahinter steckt die oft angeprangerte Methode der Social-Media-Dienste, auch bei nicht dort registrierten Internet-Usern Cookies zu setzen, die eine mehrjährige Lebensdauer haben. Dadurch entsteht möglicherweise ein ausgefeiltes Profil des Users, falls er sich doch einmal bei Facebook und Co. anmeldet.

Screenshot "Zeit-Online"
Screenshot „Zeit-Online“

Die „Zeit“ unterbindet diese Taktik nun dadurch, dass man auf ihren Seiten zuerst die Dienste aktivieren muss, bevor man sie nutzen kann. Schon vor der Aktivierung weist die „Zeit“ darauf hin, „dass nach Ihrer Zustimmung Daten mit anderen externen Diensten ausgetauscht werden“.

Das halte ich für ein gutes Vorgehen. Als Nutzer der Seiten kann man nun selbst entscheiden, ob man hier die Social-Media-Dienste nutzen will. So sollte das bei allen Internet-Angeboten, die mit Facebook, Google+ und ähnlichen zusammenarbeiten wollen, geregelt sein. Damit ist zwar noch nicht offen gelegt, was die Dienste mit den Daten machen, aber es ist ein Stück Transparenz gewonnen und der User selbst hat die Entscheidungsmacht.

Deutsche Medien und Facebook


Aktuell hat sich die Süddeutsche Zeitung darüber beschwert, dass Facebook sich nicht so verhält, wie es die Zeitung gerne hätte. Als ob das was ganz Neues sei, dass Facebook nur das macht, was es selbst will. Lesen die Redakteure der SZ ihre eigene Zeitung nicht?

Das ist aber nur eine Episode am Rande. In vielen deutschen Medien wird gerne darüber berichtet, dass Facebook seine Nutzer ausspioniert und dass man – selbst wenn man nicht registriert ist – überall von Facebook beobachtet wird. Aber gleichzeitig betreiben diese Medien eine Facebook-Seite und sie werben dafür, dass diese Seite genutzt werden soll. Und sie haben natürlich auch den berüchtigten „Like-Button“ in ihre Online-Angebote eingebaut. Diese Scheinheiligkeit geht mir auf den Geist!

Es ist ja inzwischen Allgemeingut, dass Facebook Unmengen von Nutzerdaten sammelt, aufbereitet und damit bei Werbetreibenden Milliarden verdient. Wenn die Medien darüber berichten und das richtigerweise als mindestens bedenklich darstellen, dann sollten sie doch auch so konsequent sein und keine eigenen Angebote und Inhalte auf Facebook einstellen oder wenigstens den „Like-Button“ auf den eigenen Online-Seiten weglassen. Aber nein, sie unterstützen noch freiwillig die Datensammelwut von Facebook.

Die Medien machen sich auch andauernd Sorgen darüber, dass Ihre Urheber- und Verwertungsrechte im Netz möglicherweise nicht beachtet werden. Dass ihnen also im Internet Profite sozusagen vor der Nase weg kopiert werden. Und gleichzeitig stellen sie Personal ein und bezahlen dies, um auf Facebook Seiten zu pflegen, die nur dem Profit von Facebook selbst dienen. Wie bescheuert kann man denn sein?

Aber wahrscheinlich haben sie sich alle für teuer Geld von sogenannten „Social-Media-Beratern“ sagen lassen, dass heute keine Firma mehr existieren kann, wenn sie nicht auf allen Kanälen mitmischt.

Wie Facebook unser Leben verkauft


Sicherlich bietet Facebook auf den ersten Blick viele interessante Funktionen. Doch das ist nicht ohne Tücke. Facebook sucht zwar potentiell verlorengegangene „Freunde“ für uns, das dient aber allein der eigenen Expansion. Eine Strategie, die aufgeht, denn das Netzwerk hat weltweit etwa 600 Millionen Mitglieder – wäre Facebook ein Land, wäre es das drittgrößte dieser Erde. Bei dieser Expansion gehört es dazu, dass der Konzern nicht nur die Daten registrierter User, sondern auch die Daten von Nicht-Nutzern ins Visier nimmt. Weiterlesen

Occupy weltweite Demos am 15. Januar


occupy15j

Hingehen und mit demonstrieren. Ich will keinen an dem Sonntag zuhause auf seiner Bude rumhängen sehen.

Hier der Aufruf zur Demo:

#15j – Global change – Eine mögliche Welt ist anders!

Occupy ruft zu weltweiten Demonstrationen auf Weiterlesen

Irrsinn in Bloggersheim


Wenn man anfängt, sich in einer Blog-Community (z.B. WordPress aber auch Blog.de oder andere) umszuschauen, dann kann einem schon bald ganz übel werden. Was man da unter „zuletzt gepostet“, oder wie das bei den jeweiligen Communities auch immer heißen mag, angeboten bekommt, ist oft genug ein Sammelsurium der Grausamkeiten.

Wenn Lieschen Müller täglich bloggt, was auf den Tisch des Hauses kommt, oder in welcher Farbe sie Ihre Zehennägel diesmal lackiert hat, ist das harmlos aber vielleicht reinigt es ja Lieschen Müllers Seele.

Schlimmer finde ich da schon die Leute, Weiterlesen

adieu facebook


Ich hab es getan, endlich! Mein fb-Konto wird gelöscht. 🙂

Mit facebook stand ich immer auf Kriegsfuß. Zu aller erst ist mir diese umständliche Bedienbarkeit sauer aufgestoßen. Vielleicht bin ich einfach zu dumm dafür, aber ich will auch nicht erst einen fb-Lehrgang machen, um vernünftig damit umgehen zu können. Das muss sich mir schon intuitiv erschließen, sonst mag ich es nicht.

Das Verständnis, das ffb-abmeldungb von Datensparsamkeit und Datenschutz hat, geht mir gewaltig gegen den Strich. Deshalb habe ich auch immer nur das aller nötigste gepostet, den „like-button“ immer links liegen gelassen, keine Spiele- oder Umfrage- oder Horoskop-Anfragen zugelassen, kaum mal ein Bild hoch geladen. Eigentlich hab ich fast jede Interaktion mit meinen „Freunden“ unterlassen. Da kann ich mich auch gleich  abmelden.

Und das hab ich jetzt getan. Noch 14 Tage, dann ist mein Konto gelöscht. Die vielen Daten, die fb trotz meiner spärlichen Aktivitäten gesammelt hat, können sie sich sonst wo hin schieben.