Frauendiskriminierung – so ein Unsinn!


Heute gibt es wieder ein Aufregerthema für Frauen. 23% – sagt man – verdienen sie weniger als Männer. Das ist auch eine der Behauptungen, die nur durch ständige Wiederholung zu einer „Wahrheit“ geworden sind. Es muss am heutigen Equal Pay Day mal wieder lauthals nach gleichem Lohn für gleiche Leistung geschrien werden.

Diesen Unterschied von 23% gibt es aber nur, wenn man Äpfel mit Birnen vergleicht. Und da sind unsere Supernannys im Kabinett immer an vorderster Stelle mit dabei. „Frauen verdienen in Deutschland im Durchschnitt 23 Prozent weniger als Männer“, beklagte Ursula von der Leyen, die bis 2009 Familienministerin war. Und auch ihre Nachfolgerin Kristina Schröder verwies 2011 darauf, dass Frauen in Bezug auf den Bruttodurchschnittslohn nach wie vor 23 Prozent weniger verdienen als Männer.

„In Bezug auf den Bruttodurchschnittslohn“ sagt doch schon alles. Da könnte man genauso gut eruieren, wie viel 19-jährige im Bezug auf den Bruttodurchschnittslohn weniger verdienen als 40-jährige. Und wer käme ernsthaft auf die Idee, zu verlangen, dass 19-jährige gleich viel verdienen müssen wie 40-jährige?

Bei Frauen ist das anders. Da wird sofort von Diskriminierung geschwafelt, da werden Gesetze gefordert, die dafür sorgen sollen, dass den Frauen endlich das Recht gegeben wird, das ihnen schon immer zusteht. Mit dieser immer wieder nachgeplapperten Behauptung, dass Frauen so schlecht bezahlt werden, werden immer immer neue Diskriminierungen gegenüber Männern ausgeheckt. Seit Jahren werden auf dem Arbeitsmarkt Frauen bevorzugt eingestellt, wenn sie vergleichbare Qualifikationen nachweisen können wie die männlichen Bewerber. Jetzt soll eine Quotenregelung den Frauen noch größere Chancen einräumen.

Es gibt genau 2 Gründe, warum Frauen weniger verdienen als Männer.

Der erste ist, dass sie in Ihrer Erwerbsbiografie öfter größere erwerbsarbeitsfreie Zeiträume haben. Sie sind eben nun mal das einzige Geschlecht, das Kinder gebären kann. Daran lässt sich selbst mit Gesetzen nichts ändern. Man könnte – um die langen Ausfallzeiten zu verhindern – natürlich die Frauen direkt aus dem Kindbett wieder zur Arbeit schicken und ihre Kinder in staatlichen Krippen erziehen lassen. Das will aus guten Gründen auch niemand.

Der zweite Grund ist, dass Frauen sich im Durchschnitt anscheinend eher mit weniger Arbeitszeit begnügen und auch mehrheitlich eher nicht so karrieregeil sind wie ihre männlichen Kollegen. Das macht sich dann im Ergebnis auch auf dem Lohnzettel bemerkbar.

Diese Gründe sind aber nicht darauf zurückzuführen, dass sich die Männer in der Arbeitswelt gegen die Frauen verschworen hätten. Frauen nehmen sich bei diesem Thema gerne das Recht heraus Männer zumindest unterschwellig zu diskriminieren.Die Opferrolle maßen sich die Frauen hier zu Unrecht an.

Ehrlich gesagt geht mir dieses Thema – so wie es bisher immer behandelt wird – gewaltig auf den Sack.

Advertisements

4 Gedanken zu „Frauendiskriminierung – so ein Unsinn!

  1. „“Ehrlich gesagt geht mir dieses Thema – so wie es bisher immer behandelt wird – gewaltig auf den Sack.““
    ——————————–
    Na, da sind wir ja schon in der Therapie!!

  2. Hallo bravo56,

    wenn Frauen das einzige Geschlecht sind das Kinder bekommen kann, warum sollte man sie dann dafür bestrafen, indem kinderbedingte Lücken in der Erwerbsbiographie nicht „honoriert“ werden?

    Ohne eine konkrete Statistik aus dem Hut kramen zu können, warum gehen Frauen öfter Teilzeit arbeiten. Es hat Gründe, warum sich das Dual-Earner-Modell in Deutschland nicht so durch gesetzt hat wie in Skandinavien.

    Ich muss die wiss. Mitarbeiterinnen an der Uni mal fragen, ob ihre gleichaltrigen, gleichqualifizierten, gleich-berufserfahren männlichen exakt den selben Stundenlohn bekommen wie sie. Männer haben es strukturell einfacher Berufserfahrung zu sammeln als Frauen weil sie keine Hauptverantwortung für die Familie übernehmen (müssen) Frauen haben es bis heute schwieriger sich aus dieser Verantwortung zu nehmen.

    Wenn ich ähnlich gute Arbeit leiste wie mein Kollege warum soll ich nicht ähnlich gut bezahlt werden? Zumal mehr Berufserfahrung ein hinreichender aber nicht notwendiger Indikator für mehr Leistung ist. Dass 19 jährige nicht so viel verdienen (sollen) wie 40-jährige ist mir klar. Wer aber im gleichen Alter ist und gleiche Leistung bringt, soll gleich bezahlt werden. Unabhängig von Biographie und Geschlecht.

    Ein Single bekommt ja auch genauso viel wie der Vater einer 5-köpfigen Familie. Warum klammern wir dies aus, die Erwerbsbiographie aber mit ein. Wenn die Anzahl meiner Kinder keinen Einfluss auf meinen Lohn hat, warum hat die nicht geleistete Arbeit (durch Erziehung meiner Kinder) ein Einfluss?

    Ob man das ganze mit dem Schlagwort „gleiche Bezahlung“ lösen kann bezweifle ich. Ich glaube aber schon, dass Frauen immer noch schlechtere Karten haben als Männer.

    Es geht mir, um in deiner Wortwahl zu bleiben, gewaltig auf den Sack, dass du die Problematik ebenfalls so oberflächlich abtust. Natürlich kann und soll man die Interpretation von Statistiken hinterfragen. Dennoch, Frauen verdienen mehr als sie bekommen (können) Einige Gründe warum das so ist habe ich genannt. Wie gesagt, ob sich dass unbedingt im gleichen Lohn niederschlagen muss, darüber kann diskutiert werden.

    Es muss sich was ändern in der Frauen- und Sozialpolitik.

    Gruß, David Marien

    • Ich wollte hier nicht die gesamte gesellschaftspolitische Debatte aufmachen. Es ist nur ein konkretes Thema innerhalb dieses Bereiches.
      Wir können getrost davon ausgehen – auch ohne Statistik – dass in keinem Tarifwerk steht, dass Frauen, weil sie Frauen sind, weniger verdienen müssen als Männer. Gleiche Eingruppierung in gleiche Tarifgruppen bedeutet geschlechtsunabhängig gleiche Entlohnung. Punkt.
      Man kann auch keinem Arbeitgeber zumuten, Frauen, die 3 oder 6 Jahre Kinderpause hatten, gleich hoch zu entlohnen, wie Männer, die ohne Pause durchgearbeitet haben. Auch ein Mann, der 3 oder 6 Jahre aus dem Beruf ausgestiegen ist, wird mit einem niedrigeren Lohn wieder einsteigen müssen.
      Was mich an dieser immer wiederkehrenden Diskussion stört, ist die Tatsache, dass die speziellen Gegebenheiten, denen Frauen nun einmal unterliegen fast vollständig ausgeblendet werden. Es wird immer so getan, als sei in der Arbeitswelt eine Männerclique am Werk, die die Frauen unterdrückt.
      Wenn man ernsthaft dem biologischen Unterschied Rechnung tragen wollte, so käme meines Erachtens eine staatliche Transferleistung an Frauen im Beruf in Frage, die nach der Dauer der Kinderpause bemessen ist. Nur so wäre der gesellschaftlich unschätzbare Beitrag, den Mütter leisten, tatsächlich irgendwie honoriert.

  3. Nur ein kleines Schmankerl als Zugabe zum Artikel: Ich sass vor ein paarTagen in der Personalabteilung (recursos humanos) eines grossen spanischen Unternehmens. Mir gegenüber sassen drei Frauen – die Hauptverantwortlichen dieser Abteilung. Die wörtliche Aussage der Chefin, zu der die anderen beiden deutlich nickten, lautete „Seitdem wir das Gesetz haben, dass die Diskriminierung von Minderheiten verhindern soll, sind die Frauen weit deutlicher im Nachteil als vorher – und wir können es nicht mehr verhindern“.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s