Neue Gimmicks bei WP: Milestones


WordPress bzw. Automattic beglückt uns ja gerne immer wieder mit neuen Funktionen. Manche davon sind nützlich, manche schön und bei manchen muss man sich fragen, „Was soll das denn nun wieder?

Jetzt gibt es seit ein paar Tagen die sogenannten Meilensteine. Sie werden in den Mitteilungen (Notifications) durch wunderschön gestylte seltsame Abzeichen angezeigt und informieren darüber wenn man einen neuen „Meilenstein“ erreicht hat. Dies gilt für die Zahl der „Follower“ des Blogs und für die Anzahl der „Likes“ einzelner Artikel.

Diese Gimmicks passen nahtlos zu dem seit einiger Zeit installierten Fleiss-Sternchen, das man nun je 5 neue Posts bekommt.

Die WP-Gemeinde ist offensichtlich begeistert. Ich werde erst dann begeistert sein, wenn man sich diese Abzeichen ausdrucken und ans Revers nähen kann.

FDP-Bashing


Ich hätte nie gedacht, dass ich diese FDP einmal in Schutz nehmen würde. Heute ist es so weit. Transfergesellschaften abzulehnen, halte ich für grundsätzlich richtig.

Erstens haben sich Transfergesellschaften als weitestgehend nutzlos erwiesen, Naja, nutzlos für die Arbeitnehmer, die in diese Transfergesellschaften ausgegliedert werden. Für die Betreiber dieser Gesellschaften und für den Insolvenzverwalter haben Transfergesellschaften sehr wohl einen Nutzen. Die Betreiber können mit wenig Aufwand richtig Kohle machen und die Insolvenzverwalter haben das Klagerisiko minimiert.

Zweitens ist diese Maßnahme ungerecht verteilt. Transfergesellschaften werden fast ausschließlich bei großen Firmen eingesetzt. Die Arbeitnehmer, die in kleinen und mittleren Betrieben entlassen werden (müssen), fallen ohne Abfederung direkt in das ALG I.

Drittens ist gerade im Fall Schlecker die Situation auf dem Arbeitsmarkt für die betroffenen (meist) Frauen einigermaßen entspannt. Stehen doch den 11.000 Gekündigten anscheinend 25.000 offene Stellen entgegen.

So gesehen war die Entscheidung der FDP, sich gegen Transfergesellschaften zu stellen, gar nicht so verkehrt. Sie war „nur“ taktisch ein Griff ins Klo. Was jetzt als Bild von der FDP zementiert wird, ist das Bild einer Partei der sozialen Kälte. Den armen Schlecker-Mitarbeiterinnen, die sowieso schon genug damit gestraft waren, einen solchen Arbeitgeber zu haben, hätte man die Kündigung doch etwas versüßen können. Die Empörung darüber wird von den anderen Parteien lauthals in alle Medien posaunt, auf dass der Wähler merke, wo die wirklich sozialen Politiker zu finden sind. Das ist alles Wahlkampfgetöse und die Schlecker-Pleite ist nur wohlfeiles Mittel zum Zweck. Man sieht hier sehr deutlich, dass Politik heute und hierzulande nichts – aber auch gar nichts – mehr damit zu tun hat, was sinnvoll und vernünftig ist. Unvernunft wird als soziale Kompetenz verkauft, Vernunft als matktradikale Kälte gebrandmarkt.

Aber nur weil Fippsis Truppe auch mal was richtig gemacht hat, wird es mich nicht grämen, wenn sie bei den anstehenden Landtagswahlen endlich auch mal die Null vor dem Komma schaffen.

Hackfleisch-Schummelei


Hackfleisch ist die meist verkaufte Fleischart in Deutschland. Gleichzeitig liegt fettarme Ernährung im Trend. Da musste die Fleisch-Inddustrie wohl reagieren und ein fett reduziertes Hack anbieten. Normales Hackfleisch hat einen Fettanteil von etwa 18%. Die einfachste Art fett ärmeres Hackfleisch herzustellen wäre ja, einfach fett ärmeres Fleisch durch den Wolf zu jagen. Das wirft aber das Problem auf, dass dieses Fleisch dann auch teurer wäre. Man müsste dann auch das Hackfleisch auch teurer verkaufen. Das lässt sich auf den deutschen Lebensmittelmarkt vielleicht nicht durchsetzen. Vielleicht wollen die Lebensmittel-Hersteller aber auch nur einfach mehr Geld verdienen und haben sich deshalb eine andere Methode einfallen lassen, ein Hackfleisch mit weniger Fettanteil anzubieten. Gut, nach dieser Methode kann man das Produkt nicht mehr „Hackfleisch“ nennen sondern muss es als „Hackfleisch-Zubereitung“ deklarieren. Wenn das Produkt aber aussieht wie normales Hack, dann fällt das doch gar nicht mehr auf.

Wie wird diese Hackfleisch-Zubereitung nun hergestellt? Weiterlesen

Urheberrechte doppelt und dreifach bezahlen?


So! Ich setze mich jetzt mal voll in die Nesseln.

Momentan wird das Urheber- und Leistungsschutzrecht neu überdacht und es wird auch in vielen Blogs besprochen. Es ist ein schwieriges Thema und nicht Viele können von sich behaupten, die Materie wirklich gut zu verstehen. Jedenfalls verstecken die Zeitungsverlage ihren Sachverstand sehr gut. Sie vermischen sehr gerne Urheberrechte und Leistungsschutz um zu belegen, dass sie im Internet ständig „bestohlen“ werden. Weiterlesen

Königswinter ist überall


Was sich die Kirchen im Verhältnis mit ihren Arbeitnehmern erlauben dürfen ist weit mehr als das was das Arbeitsrecht, selbst das Grundgesetz sonst erlauben. Als sogenannte „Tendenzbetriebe“ haben die Kirchen (übrigens auch Parteien und Gewerkschaften) weit größere Rechte als sonst ein Arbeitgeber.

In einem Fall in Königswinter wollte die katholische Kirche wie üblich ihr Recht auf Eingriffe in die persönlichste Lebensführung einer Angestellten durchsetzen. Eine Kindergärtnerin hatte ihren Mann verlassen und ist mit einem neuen Partner zusammengezogen. Dieses Verhalten, das ja mit dem Arbeitsverhältnis genau gar nichts zu tun hat, reicht der Kirche in jedem Fall für eine Kündigung. Daraufhin sind die Eltern der Kindergartenkinder geschlossen auf die Barrikaden gegangen und haben erreicht, dass die Stadt Königswinter den Trägervertrag mit der katholischen Kirche gekündigt hat.

Das Vorgehen der Kirche ist jahrzehntelang geübte Praxis. Ich habe meine Ausbildung vor -zig Jahren bei einem konfessionellen Arbeitgeber absolviert. Weiterlesen

Frauendiskriminierung – so ein Unsinn!


Heute gibt es wieder ein Aufregerthema für Frauen. 23% – sagt man – verdienen sie weniger als Männer. Das ist auch eine der Behauptungen, die nur durch ständige Wiederholung zu einer „Wahrheit“ geworden sind. Es muss am heutigen Equal Pay Day mal wieder lauthals nach gleichem Lohn für gleiche Leistung geschrien werden.

Diesen Unterschied von 23% gibt es aber nur, wenn man Äpfel mit Birnen vergleicht. Weiterlesen