Alles auf Anfang


Umweltminister Röttgen hat nun endlich seinen Fahrplan für die Suche nach einem der Öffentlichkeit verkaufbaren geeigneten Endlager für den Atommüll skizziert.

Der bisher vorgesehene Endlagerstandort für Atommüll in Gorleben wird nicht weiter ausgebaut. Ob Gorleben weiterhin als Endlager für fast 30.000 Tonnen an hoch radioaktivem Müll infrage kommt, ist jedoch noch ungeklärt. „Als Vergleichsstandort bleibt Gorleben erhalten.“ sagte Röttgen. Bis Mitte 2012 will er ein Gesetz über alle zu klärenden Fragen erarbeitet haben. Bis Mitte 2014 sollen die Regionen festgelegt werden, in denen Erkundungen durchgeführt werden. Ab Ende 2014 wird oberirdisch nach einem Standort gesucht und ab Ende 2019 mit unterirdischen Erkundungen begonnen. Danach kann ein so gefundenes Endlager genehmigt und gebaut werden.

Das heißt doch nichts anderes, als dass mit der Suche nach einem Endlagerstandort jetzt wieder bei Null angefangen wird. 40 Jahre Suche und Erkundungen (zugegeben mit sehr langen Pausen) werden einfach von Tisch gefegt. Könnte man nicht auf den geologischen Gutachten, die ja schon lange vorliegen und die sicher nicht überholt sind, weil 40 Jahre in der Geologie ja kein langer Zeitraum sind, aufbauen? Aber warum sollte man sich mit einem Gutachten begnügen, wenn man auch mehrere haben kann?

Ok, es wird hier nach einem hoch sicheren Ort gesucht, wo unser Atommüll bis in alle Ewigkeiten liegen kann, ohne den geringsten Schaden anrichten zu können. Das sollte schon die Minimalvoraussetzung sein. So etwas kann man nicht übers Knie brechen. Nur ist es auch keine Lösung diese Frage bis zum Sankt Nimmerleinstag aufzuschieben.

Es mag eine Lösung für Röttgen sein, weil er sich dann in den 2020er Jahren mit Sicherheit nicht mehr mit diesem Problem herumschlagen muss.

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