Irrsinn in Bloggersheim


Wenn man anfängt, sich in einer Blog-Community (z.B. WordPress aber auch Blog.de oder andere) umszuschauen, dann kann einem schon bald ganz übel werden. Was man da unter „zuletzt gepostet“, oder wie das bei den jeweiligen Communities auch immer heißen mag, angeboten bekommt, ist oft genug ein Sammelsurium der Grausamkeiten.

Wenn Lieschen Müller täglich bloggt, was auf den Tisch des Hauses kommt, oder in welcher Farbe sie Ihre Zehennägel diesmal lackiert hat, ist das harmlos aber vielleicht reinigt es ja Lieschen Müllers Seele.

Schlimmer finde ich da schon die Leute, Weiterlesen

Streit um „Der Weg ins Paradies“


Wenn bei Politikern gar nichts mehr geht, kann man immer noch das Fernsehen kritisieren. So wie die FDP-Politiker Burkhardt Müller-Sönksen (medienpolitischer Sprecher der Liberalen im Bundestag) und der CSU Innenpolitiker Stephan Mayer es jetzt tun. Sie haben sich, wie so viele am Sonntag, den Tatort angesehen und doch tatsächlich ein Haar in der Suppe gefunden. Da gab es kurze Szenen, die eine Zusammenarbeit vom BND mit syrischen Geheimdiensten zeigen. Empörend, finden die Politiker. Weiterlesen

Die vierte Macht im Staat – ein Placebo


Die Presse, oft als vierte Macht im Staat bezeichnet, hat unter anderem die Aufgabe, Politik zu kontrollieren. Wenn man die Kampagne gegen Bundespräsident Wulff betrachtet, könnte man fast meinen, die Presse nimmt diese Aufgabe auch ernst.

Nur, warum trifft es gerade jetzt Christian Wulff? Der „Fauxpas“, der die Hetzjagd ausgelöst hat, liegt weit über ein Jahr zurück. Wer glaubt denn, die persönlichen Verbindungen von Wulff seien der Presse nicht schon längst bekannt gewesen?

Warum trifft es nicht andere Politiker, die viel näher an Entscheidungen dran sind? Haben die keinen Dreck am Stecken? Ist Wulff die unrühmliche Ausnahme im Politikbetrieb oder eher die Regel?

Es ist schon erstaunlich, mit welcher Akribie jetzt Details in der Causa Wulff zutage gefördert werden. Weiterlesen

Frohe Weihnachten


… wünsche ich allen Lesern meines Blogs.

In den letzten Jahren hat man ja hierzulande auch immer aufwändigere Beleuchtungen an den Häusern gesehen. Da wurden mit viel Liebe zum Detail die „schönsten“ Weihnachtsthemen illuminiert. Man denke dabei nur an Stenkelfeld. Ein neuer Trend, der meines Wissens Deutschland noch nicht erreicht hat, geht dahin, dass man die Weihnachtsbeleuchtung seines Hauses mit Musik synchronisiert. Es kann besinnliche Musik sein, muss es aber nicht:

Fliegende Finger (3)


Heute mal wieder was gitarriges. Aber diesmal aus der klassischen Kiste.

Ich habe die chinesische Gitarristin Xuefei Yang 2003 bei den Nokia Nights of the Proms in Frankfurt gesehen und war hin und weg. Deshalb stelle ich Euch hier das erste Stück vor, das sie damals gespielt hatte:
Joaquín Rodrigo: Concierto De Aranjuez

Sie hatte damals noch ein zweites Stück gespielt, das mich noch mehr begeistert hatte. Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube es war dieses:
Agustín Barrios-Mangoré – Un sueño en la floresta

Zurücklehnen und geniessen!

Wulff hat seine Chance vertan


Gestern hatte ich Christian Wulff noch eine kleine Chance zugebilligt, ungeschoren und als Bundespräsident aus der Hauskredit-Affäre heraus zu kommen. Diese Chance hat er nun vertan.

Wulff sagte gestern gegenüber MDR Info, das Wesentliche in seinem Amt sei, „dass man die Dinge bewertet, beurteilt und dann dazu steht und dann auch unterscheidet, wo ist etwas real und wo ist etwas mit sehr viel Staub aufwirbeln verbunden“. Das müsse voneinander getrennt werden. „Man muss selber wissen, was man macht und das muss man verantworten. Und das kann ich.“

Schon längst geht es nur noch vordergründig um die Umstände des Hauskredites. Weiterlesen

Wulff läuft die Zeit davon


Muss Norbert Lammert schon mal vorsorglich eine Weihnachtsansprache für sich schreiben lassen? Falls wir das Fest ohne Christian Wulff als Präsidenten feiern dürfen müssen, hoffe ich doch, dass der zweite Mann im Staat diese lästige Pflicht des Präsidenten übernimmt.

So nach und nach kommen die Rufe auf, dass Christian Wulff von seinem Amt als Bundespräsident zurücktreten solle. Die Hauskredit-Affäre belastet ihn immer mehr und sein wortklauberisches Taktieren schädigt das Ansehen seines Amtes.

Hatte ich es nicht schon geahnt. Die Affäre ist mit Wulffs Erklärung vom Donnerstag noch lange nicht vom Tisch. Immer neue Ungereimtheiten und Details des Kredits kommen ans Licht und belasten den Präsidenten immer mehr.

Es ist ja keine Schande, wenn ein Ministerpräsident sich scheiden lässt und darüber finanziell etwas schlechter da steht als vorher. Es ist auch nichts dagegen zu sagen, wenn er sich mit seiner neuen Partnerin ein neues Zuhause kaufen will.

Aber warum geht er dann nicht, wie jeder Andere auch, zu seiner Bank und fragt da um einen Kredit nach. Weiterlesen